Reif für die Insel

Unsere Roadtour nach London und Wales 2026



Sonntag 24.Mai 2026

Es geht los

Start in Richtung Belgien  und erster Campingplatz             mehr lesen

Montag 25.Mai 2026

Fährüberfahrt

Mit der Fähre erreichen wir die britische Insel 

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Dienstag 26.Mai 2026

White Cliffs of Dover

Wir besichtigen die Klippen von Dover bei 30°C

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Mittwoch 27.Mai 2026

Sightseeing in London

Stadtrundfahrt und Besichtigung von Westminster Abbey

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Donnerstag 28.Mai 2026

Tower und Tower Bridge

Heute sehen wir uns den Tower mit den berühmten Juwelen an.   mehr lesen

Freitag 29.Mai 2026

Londoner Transport

Nach einem klassischen britischen Frühstück besuchen wir das Londoner Transport-museum

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Samstag 30.Mai 2026

Auf der Themse

Eine Bootstour führt uns nach Greenwich und wir fahren später mit dem Riesenrad

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Sonntag 31.Mai 2026

Wachablösung

Heute sind wir auf getrennten Wegen in London unterwegs

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Montag 1.Juni 2026

Ein zauberhafter Ausflug

Wir verlassen London und besuchen die Warner Bros. Studios

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Dienstag 2.Juni 2026

Heute wird's kryptisch

Auf den Spuren der Codeknacker von Blatchley Park

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Mittwoch 3.Juni 2026

Ankunft in Wales

Heute erreichen wir Wales und machen einen Ausflug nach Indien

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Donnerstag 4.Juni 2026

Am Llangollen-Kanal

Mit Pferd und eigener Muskelkraft sind wir an diesen Kanal unterwegs

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Freitag 5.Juni 2026

Im Gartenparadies

Wir sehen uns das Potcysyllte-Aquädukt noch mal von unten an und besuchen "Bodnant Garden" auf der Fahrt nach Conwy

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Samstag 6.Juni 2026

Conwy

Neben der Stadt sehen wir uns das Castle und die Stadtmauer an.

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Sonntag 7.Juni 2026

Great Orme

Mit der Straßenbahn erklimmen wir den Großen Orme. Zu Abend stellt sich überraschend Besuch ein.

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Sonntag 7.Juni 2026

Am Llyn Idwal

Wunderschöne Wanderung um den See "Llyn Idwal"

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Pfingstsonntag, 24.Mai 2026

 

Gegen 10 Uhr fahren wir zu Hause los. Es liegen etwa 5 Stunden Fahrt vor uns. Ziel ist heute der Campingplatz Papillon bei Kinrooi in Belgien. Der Wetterbericht sagt heißes Sommerwetter voraus. 

Die Autobahnen sind heute unterschiedlich stark befahren aber der Verkehr rollt geschmeidig und störungsfrei. 

In Werl legen wir die Mittagspause ein und gehen in die Kirche. Denn diese ist zu einem Restaurant umgebaut. Ich weiß auch nicht, was sich der Herrgott dabei gedacht hat. Aber lecker ist es. 

Gegen 16 Uhr erreichen wir den Campingplatz. Wir haben reserviert und beziehen unseren Standplatz unmittelbar neben der Sandkiste. 

Zum Pfingstwochenende hat sich das Platzmanagement ein umfangreiches Programm für die Urlauber ausgedacht. Heute Abend steppt der Campingbär auf der Terrasse des Restaurants. Es ist Musik-Bingo angesagt. Wegen der unüberwindlichen Sprachbarrieren können wir leider nicht teilnehmen. 

Wir lassen den Tag ruhig mit einem kleinen Spaziergang über das Platzgelände ausklingen. Dabei begegnet uns eine Niederländerin, die uns ihre Familiengeschichte, die bis in die Kolonialzeit zurückreicht, auf Niederländisch erzählt. Ich vermute, es war eine spektakuläre Story. 

Übrigens: Heute bekommt Volker 100 Punkte vom Urlaubskonto abgezogen. Er hat die Margarine zu Hause im Kühlschrank vergessen.


Pfingstmontag 25.Mai 2026

 

Die Bingo-Truppe hat gestern Abend noch gut durchgehalten. Gegen 22:30 Uhr war immer noch Stimmung. So war das eine kurze Nacht für uns. 

Nach dem Frühstück machen wir uns auf den Weg nach Calais. Das sind gut 300 km. In der Nähe von Antwerpen wird es etwas zähflüssig. An der Fähre kommen wir natürlich trotzdem viel zu zeitig an.  Die diversen Kontrollen lassen wir schnell über uns ergehen. Nach den  „Verbotenen Lebensmittel“ hat uns niemand gefragt. Wir sehen uns noch ein wenig in dem „Konsumtempel“ im Hafen um. Dann geht es planmäßig an Bord. Im Autodeck geht es wie immer sehr eng zu. Die Beifahrertür ist durch das benachbarte Auto blockiert, was Uta Probleme beim Einsteigen bescheren wird. 

An Bord fallen die vielen Schülergruppen auf die sicher auf Klassenfahrt oder zur Sprachreise unterwegs sind.

Das Essenabgebot an Bord bedient schon einmal die gängigen Klischees bezüglich der Englischen Küche. 

Nach der Ankunft in Dover erfolgt natürlich der Straßenseitenwechsel. Bis zum Campingplatz Coxhill (15 km) kann ich mich schon mal daran gewöhnen. 

Der Campingplatz ist sehr schön auf einer großen Wiese gelegen. Der Chef selbst wohnt gleich nebenan in einem Wohnmobil und hat schon ein paar Tipps für uns. Wir machen noch einen kleinen Rundgang. Leider nervt die Straße in der Nähe über Nacht ein wenig. Ansonsten ist der Platz sehr empfehlenswert.


Dienstag, 26.Mai 2026

 

Um es gleich vorweg zu nehmen: Uns eilt ja der Ruf voraus, dass wir durch unsere schiere Anwesenheit an einem Urlaubsort, Einfluss auf das Wetter nehmen könnten.  Wer erinnert sich nicht beispielsweise an den heftigen Regenfälle in der Atacamawüste. Auch in diesem Jahr scheint uns das wieder zu gelingen. Nun macht sich eine große Hitzewelle im Mai über den Britischen Inseln breit. 

Bevor wir uns auf die Fahrt nach London machen, wollen wir uns heute die Kreidefelsen von Dover etwas genauer ansehen. Am Parkplatz vor Ort scheitern wir fast beim Bezahlen der Parkgebühr. Dabei ist die Lösung ganz einfach und gar nicht mal digital. 

Dann können wir auf unsere kurze Tour zum Leuchtturm aufbrechen. Bei 30° C schwitzen wir mächtig. Die Sonne brennt erbarmungslos und ein schattiges Plätzchen gibt es nicht. Dafür gibt es aber im ehemaligen Leuchtturmgebäude einen niedlichen „tea-room“. Wir genießen die traditionelle britische Teemahlzeit und machen uns dann auf den Rückweg zum Auto. 

Über verschiedene Autobahnen nähern wir uns London. „Melrose House“ ist dann schnell gefunden und einen Parkplatz gibt es auch in einer Seitenstraße. Das Haus ist hübsch britisch. Hier richten wir uns für die nächsten Tage ein. Wir besichtigen noch kurz die öffentlichen Verkehrsmittel. Abendessen gibt es nach einem Einkauf im Supermarkt.


Mittwoch, 27. Mai 2026

 

Nach dem Frühstück geht’s mit einer Regionalbahn von „New Beckenham“ nach „London Bridge“. Nach einem kurzen Fußweg finden wir die Stelle, an der unser Bus für die Stadtrundfahrt  abfährt. Ca. 2,5 Stunden lassen wir uns die Sehenswürdigkeiten der Stadt durch das Busfenster näher bringen. Schöner wäre es natürlich auf dem oberen Freideck. Das haben wir aber wegen der Temperaturen und der gleißenden Sonne abgewählt. 

Anschließend steht die Besichtigung von Westminster Abbey auf dem Programm, der Krönungsort vieler Könige und auch einiger Königinnen. Ein sehr imposanter Bau. Ein Audioguide führt uns durch das Gebäude und erklärt uns alles, sogar auf Deutsch. 

Nach dem Kirchbesuch geht’s in den Pub. Wir lassen uns einen Klassiker – Fish and Chips -schmecken 

Auf dem Rückweg probieren wir mal die U-Bahn aus.


Donnerstag, 28. Mai 2026 

Auch heute ist wieder ein heißer Tag. Was liegt da näher, als in ein schönes Museum zu gehen. Zuerst steht der Tower von London auf dem Programm. Mit einer gerade noch so vertretbaren Wartezeit können wir unsere Audioguides in Empfang nehmen und unseren Rundgang beginnen. Die Raben, die hier für das Wohlergehen des Königshauses zuständig sind, begrüßen uns. Mit einer großen Menschenmenge wälzen wir uns durch die Ausstellungen. Besonders groß ist der Andrang vor der Halle mit den Kronjuwelen. Auch auf die Gefahr hin, für einen Verschwörungstheoretiker gehalten zu werden, bin ich der Meinung, dass es sich hier unmöglich um die echten Klunkern handeln kann. 

Wir streifen noch eine Weile durch das weiträumige Areal und begegnen auch den Beefeatern (Wächter im Tower). 

Dann verlassen wir den Historischen Platz und machen uns auf den Weg zur Tower Bridge. Nach der Taschenkontrolle dürfen wir uns das Bauwerk ansehen, Auf den Fußgängerüberführungen ganz oben sind inzwischen Glasböden eingebaut worden was die Überquerung etwas abenteuerlich macht. Anschließend sehen wir uns noch das Maschinenhaus an. Der Antrieb der Klappbrücke erfolgte bis 1974 mit Dampfmaschinen. 

Dann machen wir uns auf den Heimweg, Die Hitze hat uns doch ganz schön geschafft.


Freitag, 29. Mai 2026

 

Heute ist deutlich angenehmeres Wetter als gestern, maximal 25°C und teilweise bedeckter Himmel. So macht ein Stadtbummel wirklich Spaß. Heute wollen wir durch die Bezirke Soho, China Town und Covent Garden schlendern. Es sind viele Londoner und Touristen unterwegs, Die Atmosphäre ist freundlich und entspannt. 

Zuerst starten wir Bill´s Cafe einen Besuch ab und genießen dort ein typisches englisches Breakfast. Für Mitteleuropäer doch etwas gewöhnungsbedürftig, aber durchaus eine interessante Erfahrung. Wir schlendern durch Soho, queren China Town und bummeln durch Covent Garden Market. Das ist eine schick sanierte Markthalle mit Geschäften, Kunst und Cafés. Auf der südlich angehauchten Piazza mühen sich Straßenkünstler um zahlreiches Publikum. 

Ein Besuch des Londoner Transportmuseum muss sein. Dort wird sehr anschaulich die Geschichte des öffentlichen Verkehrs von London gezeigt. 

Wir bummeln weiter über den Soho Square, der Oxford Street zum Piccadilly Square, von wo wir wenige Stationen mit der U-Bahn fahren. 

Wir besuchen noch das Florence Nightingale Museum. Dieses kleine Museum schildert anschaulich die Lebensstationen dieser berühmten Krankenschwester für eine moderne Krankenpflege.
Von Waterloo East fahren wir in unsere Unterkunft. 

Der Verkehr ist wie überall im inneren London chaotisch und es geht nicht wirklich voran. Radfahrer quetschen sich durch die wartenden Autos durch. Lebensgefährlich! 

Ein sehr erlebnisreicher Tag!


Samstag, 30.Mai 2026 

Von Westminster aus starten wir am Vormittag unsere Bootstour nach Greenwich. Es geht vorbei an zahlreichen Sehenswürdigkeiten der Stadt wie dem Elizabeth Tower (fälschlich oft als Big Ben bezeichnet), der Tower Bridge, dem London Eye sowie vielen modernen neuen Gebäuden. In Greenwich angekommen, sehen wir uns das Museumsschiff „Cutty Shark“an. Das war damals ziemlich schnell unterwegs und hat zum Beispiel Tee aus Asien nach England gebracht. Wir entdecken auch das Kielschwein. Dann schleichen  wir über den Greenwich Market und im Pub gibt’s ein kleines Mittag. Ich suche mir Hummus aus. Man sieht, der Einfluss  dieser hippen Großstadt geht auch an mir nicht spurlos vorüber. 

Frisch gestärkt quälen wir uns auf Berg, auf dem das bekannte Observatorium von Greenwich liegt. Diszipliniert stellen wir uns an, um auch von uns Bilder auf dem „Strich“ zu machen. Das muss natürlich sein. So einen Nullmeridian sieht man ja nicht alle Tage. Wir schlendern noch ein wenig durch die Ausstellungen, für die man sich eigentlich viel mehr Zeit nehmen müsste und dann müssen wir auch schon wieder zurück zum Schiffsanleger, denn wir haben heute noch einen wichtigen Termin in der City. 

Das Schiff bummelt dann ganz schön und lässt auch noch eine Haltestelle (unsere) aus. Wir schaffen es aber trotzdem pünktlich zum Londen Eye. 20 Personen fasst solch eine Kapsel, mit der man dann ca. 30 Minuten über London schwebt. Die Fahrt ist angenehm auch weil die Kapsel klimatisiert ist. 

Auf dem Heimweg machen wir dann heute Abend noch einen kleinen Umweg über eine Sizilianische Pizzeria.


Sonntag, 31.Mai 2026

Victoria Station-Wachablösung vor dem Buckingham Palace-St.James´s Park-Westminster Station

Da wir die letzten Jahre nicht in London waren, wollten wir uns die königliche Wachablösung vor den Buckingham Palace einmal wieder anschauen. Es war gar nicht so einfach die genaue Zeit herauszubekommen 10.00 oder 11.00 Uhr. Auf verschiedenen Internetseiten gab es dazu unterschiedliche Angaben. Wir waren aber pünktlich kurz vor 10.00 Uhr am Ort des Geschehens und konnten die traditionelle Wachablösung verfolgen.

Um 10.00 Uhr treffen alte und neue Wache aufeinander. Es werden symbolisch die Schlüssel übergeben und die Truppenteile inspiziert. Begleitet wird diese Zeremonie traditionsgemäß von einer Militärkapelle.

Was für ein Spektakel und irgendwie aus der Zeit gefallen.

Nach Beendigung der Zeremonie schlendern wir durch den St.James´s Garden, der ebenfalls sehr gut besucht ist.

Witzig: Kurz vor der Westminster Station waren in kurzen Abständen die typisch roten Telefonzellen aufgebaut. Davor standen lange Menschenschlangen, um ein begehrtes Fotos zu machen. Besonders begehrt waren die Zellen, wo Big Ben im Hintergrund steht. Ich habe kein Foto gemacht!

Heute trennen sich unsere Wege, da ich mir unbedingt den weltbekannten botanischen Garten Kew Gardens anschauen möchte.

Volker macht einen Abstecher über die Lombard-Brücke vorbei an der Nationalen Covid-Gedenk-Mauer zurück zum "Big Ben". Für Churchills War Room hatte ich mir gestern schon eine Eintrittskarte gebucht. In der Ausstellung, in der es um die Aktivitäten das Kriegskabinetts im Bunker während des 2. Weltkriegs geht, schaue ich mich ca. 2 Stunden um. Es gibt „leide“ Schreibmaschinen, verschlüsselte Funkverbindungen über den Atlantik und eine Menge bunter Telefone zu bestaunen.

 

Am Abend treffen wir uns wieder in unserer Unterkunft.


Montag, 1.Juni 2026 

Heute verlassen wir London und ein besonderes Highlight steht auf dem Programm. Wir besuchen die Studios, in denen große Teile der Harry-Potter-Filme gedreht wurden. Ich muss zugeben, dass ich ein wenig skeptisch war. Aber tatsächlich war es ein spannendes Erlebnis, durch die zahlreichen Kulissen zu  streifen und viele Dinge doch wieder zu erkennen. Es machte sofort Lust darauf, sich die Filme mal wieder anzusehen. 

Vor dem Besuch der Warner Bros. Studios haben wir im nahen Hotel eingecheckt und uns in hotelnähe noch ein Mittagessen geleistet um uns so gut gestärkt ca. drei Stunden auf Harry Potters Spuren zu begeben


Dienstag, 2. Juni 2026 

Die Nacht im Hotel in Apsley war nicht besonders erholsam. Im Zimmer war es viel zu warm. Die Klimaanlage kühlte nicht und das Fenster ließ sich nur einen winzigen Spalt aufmachen. Sei’s drum. Wir brechen  bald nach Bletchley Park auf. Ein Landsitz in der Grafschaft Buckinghamshire, in dem während des Zweiten Weltkriegs erfolgreich an der Entzifferung von verschlüsselten Nachrichten (Enigma) des deutschen Militärs gearbeitet wurde. In zahlrechen „Huts“ (Hütten) werden unterschiedliche Aspekte beleuchtet. Leider sind wenige Originalstelle zu sehen. Auch von der „Bombe“, der hier genutzte elektromechanische Computer, ist nur eine sehr vereinfachte Nachbildung zu sehen. Trotzdem eine sehenswerte Ausstellung. 

Heute regnet es ab und zu. Auf der Weiterfahrt, dann auch kurzzeitig ziemlich heftig. Als wir den Campingplatz in Cathorpe erreichen, können wir aber unsere Campingmöbel zum Abendbrot wieder draußen aufbauen. Die riesige Wiese müssen wir uns nur mit einem Wohnmobil, zwei Wohnwagen und drei kleinen Zelten teilen.


Mittwoch, 3. Juni 2026 

Nach dem Frühstück, bevor wir abfahren, statten wir dem nahen  Hofladen noch einen Besuch ab. Wir packen ein paar leckere Dinge aus der heimischen Produktion ein. Dann fahren wir in Richtung Nordwesten, lassen Birmingham links liegen und erreichen bald Wales, Die Beschreibung der  diversen Umleitungen und falschen Abbiegungen aus Kreisverkehren erspare ich euch mal. 

In Llangollen kehren wir in einem Café ein. Dann suchen wir uns einen Campingplatz in der Nähe. In „Wern Isaf Campsite“ werden wir fündig. Wir klären nur schnell die Formalitäten und brechen dann zu Fuß noch einmal nach Llangollen auf. Die Hauptmahlzeit soll es heute beim Inder geben. Die Verständigung gestaltet sich schwierig. Habe ich doch schon  in Deutschland Schwierigkeiten, die vielen Fremdwörter einer indischen Speisekarte zu deuten, kommt nun auch noch die Übersetzung aus dem/ ins Englische dazu. So spielen wir ein wenig Russisch Roulette. Und ich muss sagen, wir haben sehr gut gewählt. Ich weiß zwar nicht, was ich gegessen habe aber es war sehr lecker. 

Zurück auf dem Campingplatz, wackelt der Wind mächtig am Auto, lässt aber im laufe des Abends etwas nach.


Donnerstag, 4. Juni 2026 

Das Wetter ist heute wieder sehr wechselhaft, lässt aber ein Frühstück im Freien auf den Campingplatz zu. Dann laufen wir hinunter in die Stadt (Llangollen) und erstehen Fahrkarten für die Tour mit einem „NarrowBoat“ (schmales Boot). Die Fahrt dauert ca. 45 Minuten und das Besondere ist, dass das Boot von einem Pferd (Tobias) gezogen wird. Das ganze spielt sich auf einem Kanal ab, der  letztlich auch das „Potcysyllte-Aquädukt“ überquert. Soweit zieht uns der Tobias aber nicht. Deshalb wandern wir die 4 ½ Meilen anschließend dort hin. Das Aquädukt überquert in einer Höhe von fast 40 Metern das Tal des Flusses Dee. Auf einem schmalen Weg kann man neben dem Kanal laufen. Wegen des Regens kehren wir aber nach der Hälfte der Strecke um und suchen eine Bushaltestelle für die Rückfahrt. Das klappt erstaunlich gut und in wenigen Minuten sind wir wieder zurück in Llangollen. Zur Stärkung gibt’s noch ein Eis im „Sweet Corner“. Dann laufen wir zurück zum Campingplatz. Dort wird der kurze Sonnenschein immer wieder von Regenschauern abgelöst. Für die nächste Etappe buchen wir uns wieder eine feste Unterkunft. Ach ja, das Aquädukt sehen wir uns morgen auch noch einmal von unten an, so ist jedenfalls der Plan.


Freitag, 5. Juni 2026 

Heute frühstückt ein Rotkehlchen mit uns. Zum Dank kackt es dann auf unsere Campingmöbel. Aber es ja auch sooo süß. 

Nach einer kurzen Autofahrt und einer kleinen Wanderung sehen wir uns das Potcysyllte-Aquädukt heute noch einmal von unten an. Leider verdeckt die Vegetation die Aussicht erheblich. 

Nächstes Ziel ist „Bodnant Garden“, einer der spektakulärsten Gärten in Großbritannien (seiner Art). Uta geht das Herz auf und Volker vermisst einen Bratwurststand. Die zahlreiche Rhododendren sind zwar schon verblüht aber es gibt noch viele andere Blüten zu bestaunen, Insbesondre die Rosen duften herrlich. Anschließend ist es nicht mehr weit zu unserem gebuchten Bed & Breakfast. Unterwegs ereilt dann aber noch ein, wie der Brite sagt, „bad luck“. 

Ein entgegenkommendes Fahrzeug  beschädigt beim Vorbeifahren unseren rechten Außenspiegel. Und nein, der kontinentale Fahrer (ich) ist nicht zu weit rechts gefahren. Das Fahrzeug hinter uns hat es genauso erwischt, Der Unfallverursachen hält natürlich nicht an und verschwindet auf Nimmerwiedersehen. 

Dafür haben wir mit unserer Unterkunft aber wieder Glück gehabt. 

Das Abendessen gibt’s landestypisch Im „Erskine Arms“ einer rustikalen Lokation im Zentrum von Conwy.


Samstag, 6. Juni 2026

 

In Glan Heulog Guest House haben wir gut geschlafen, auch das Frühstück ist prima. Diverse Teile kann man sich am Vorabend bestellen. Wir könnten uns hier also wieder ein deftiges, originales und  britisches Frühstück bestellen. Das tun wir aber nicht.  Ein Ei reicht. Wir sind ja mehr die „Süßen Typen“. 

Vom Gasthaus bis zum Stadtzentrum läuft man nur 10 Minuten, Wir sehen uns als Erstes das Conwy Castle an. Die große Ruine mit sechs Türmen wird von zahlreichen Wildvögeln (Tauben, Dohlen, Möwen) bewohnt. Das macht den Rundgang ein wenig „gewöhnungsbedürftig“. Derzeit haben viele der Vögel auch Küken oder brüten noch. 

Die Innenstad von Conwy ist, wie Mühlhausen, fast vollständig von einer Stadtmauer umgeben. Da klettern wir natürlich auch noch hoch und versuchen die Stadt zu umrunden. Leider wird in einigen Bereichen gebaut, sodass uns die Umrundung nicht vollständig gelingt. 

Unseren freundlichen Vermieter hatte ich gestern nach etwas Klebeband gefragt, um den defekten Spiegel provisorisch reparieren zu können. Und -schwuppdiwupp – als wir von der Stadtbesichtigung zurück kommen, ist die behelfsmäßige Reparatur schon erfolgt. Das wird hoffentlich bis zu Hause halten. Ist das nicht nett?


Sonntag, 7. Juni 2026 

Heute verlassen wir das nette B&B in Conwy. Wir haben uns hier sehr wohl gefühlt. 

Der Weg führt uns zunächst nach Llandudno. Hier gibt es eine historische Standseilbahn, mit der man auf den Great Orme fahren kann. Der Waggon ist fensterlos und mit zunehmender Höhe wird der Wind immer spürbarer und unangenehmer. Auf dem Gipfel finden wir einen Geocache und werden fast weggepustet. Hier oben sieht es fast schon ein wenig alpin aus, Das ist umso verwunderlicher, als das der Gipfel mit 207 m nur geringfügig höher als die Stadt Erfurt liegt. Nach der Rückfahrt sehen wir uns noch an der Strandpromenade und im Stadtzentrum um. 

Dann fahren wir nach Llanrug auf Llys Derwens Caravan and Campsite. Ein schöner Platz mit allem was man für zwei Übernachtungen braucht. 

Es gelingt uns dann leider nicht noch etwas zu Essen zu bekommen. Es scheint irgendwie nicht die rechte Tageszeit zu sein. So gibt es dann auf dem Campingplatz ein frühes Abendbrot zu dem sich dann überraschend ein felliger Besucher einstellt, der es sich auf unseren Campingmöbeln bequem macht.


Montag, 8. Juni 2026

 

Heute hat Uta wieder eine besonders schöne Wanderung aus ihrem Smartphone gezaubert: Nach wenigen Autominuten erreichen wir einen Parkplatz und können von dort aufbrechen. Die Tour  führt uns durch eine herrliche Berglandschaft um den See „Llyn Idwal“.   Bizarre Felsen, kleine und größere Wasserfälle, Ziegen und Schafe kreuzen unseren Weg und das Wetter spielt auch (noch) mit.

 

In der Hoffnung noch eine Kleinigkeit zu Essen zu bekommen, fahren wir nach Bangor. Die Stadt macht einen etwas trostlosen Eindruck aber einen Kaffee   und etwas Kuchen bekommen wir trotzdem.